DA!13 Schatten über Europa - Vortrag und Diskussion mit Rolf Bergmeier

Mittwoch 11. Dezember 2013, 20h im zakk/ Fichtenstr. 40

(11.12.2013)

Der Untergang der antiken Kultur -
Vortrag und Diskussion mit Rolf Bergmeier

War das Christentum ein Segen für die antike Welt?
Rolf Bergmeier, Althistoriker und Philosoph, beschreibt die Folgen der Etablierung des katholischen Christentums als Staatsreligion am Ende der Antike.

Es wurde mit Gewalt verordnet: durch Berufsverbote, durch die gewaltsame Zerstörung aller andersartigen Kulte und der freien Philosophie. Es bedeutete das Ende einer religiös-toleranten Epoche.
Bildung war nicht mehr von Interesse, denn man wusste ja jetzt um die Wahrheit und es gab keine offenen Fragen mehr. Neugier wurde zur Sünde. Schulen wurden geschlossen. Also gab es auch bald keinen Handel und keine wissenschaftlichen Innovationen mehr. In Europa ging das Licht aus.

Die nicht-christlichen Quellen europäischer Kultur
Trotzdem tönt es hartnäckig: wir leben doch in einem „christlich geprägten Abendland“ und man fühlt sich damit auf der liberalen und sozialen Seite.
„Richtig“, sagt Rolf Bergmeier, „aber es ist eine fast zweitausendjährige Prägung gegen Individualismus und Menschenrechte, gegen Demokratie und Freiheit.
Das was Europa seine Ausstrahlung gibt, kommt aus ganz anderen Quellen: aus griechisch-römischen, islam-arabischen und aus den Texten der Aufklärung.“
Das Christentum verkündete einerseits eine hoffnungslos utopische Feindesliebe-Idee und diskriminierte andererseits eine ganze Epoche als „entartet“, wusste alles besser, schaffte sich unzählige Feinde und hielt die mitteleuropäische Kulturgeschichte für tausend Jahre an.



Mittwoch 11. Dezember 2013, 20h im zakk Club Einlass: 19.30h