DA!14 Grundzüge einer naturalistischen Ethik - Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Ulla Wessels

Montag 17. März 2014, 20h im zakk/ Fichtenstr. 40

(11.03.2014)

Grundzüge einer naturalistischen Ethik - Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Ulla Wessels
Der säkulare Humanismus ist sehr praktisch. Er erklärt menschliche Werte auf naturwissenschaftlicher Basis:
Primaten wie wir, sind in der Lage,  die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Artgenossen zu erkennen und solidarisch zu reagieren.

Ethik ist ein Phänomen der Einfühlung, welches stets im Fluss bleibt, d.h. unsere ethischen Prinzipien müssen immer aufs Neue verhandelt werden.
Dabei gilt es, alle beteiligten Individuen emanzipatorisch einzubeziehen. Ethik ist ein Prozess.
Dogmen und Autoritäten, die sich der Kritik entziehen, stehen der individuellen Verantwortung im Weg und schaden mehr, als dass sie nutzen.

„Wie gut oder schlecht ist eine Welt? Das hängt allein davon ab, wie gut oder schlecht es den Individuen in der Welt geht. Die Welt ist umso besser, je besser es den Individuen geht. Und das hängt allein davon ab, wie wohl sie sich fühlen und in welchem Maße die Wünsche, die sie hegen, erfüllt sind.“
(Aus „Das Gute“, dem aktuellen Buch der Referentin)

Ulla Wessels ist Philosophieprofessorin an der Universität des Saarlandes. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Begehren, Konsequentialismus, Utilitarismus, Supererogation, Moral-psychologie, Bioethik (Abtreibung, Gentechnik).

Seit 2010 ist sie Beirätin der Giordano-Bruno-Stiftung.