Salon - Böse Philosophen

(07.01.2014)

Heute stellt uns Hartmut Kupfer "Böse Philosophen: Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung" des Autoren Philipp Blom, vor. Während die gemäßigten Aufklärer wie etwa Voltaire, Rousseau und Kant immer im Vordergrund der Rezeption der Aufklärung stehen, werden die Ideen der radikalen Aufklärer wie z. B. von Holbach und Diderot immer wieder zurückgedrängt, bzw. vergessen. So unternimmt es Blom das Andenken dieser Denker wieder einer breiteren Bevölkerungsschicht ins Gedächtnis zu rufen, indem er sein wunderbares Buch vorlegt. Mit viel Begeisterung erzählt er uns die Geschichte des berühmt-berüchtigten Salons von Holbach in Paris, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts über mehrere Jahrzehnte zweimal in der Woche den progressivsten, subversivsten und geistreichsten Denkern seiner Zeit die damals unerhörte Möglichkeit zu wirklich freiem Meinungsaustausch über philosophische Themen bot, ein Kreis von begeisterten und brillanten Gelehrten, der es bald zu internationaler Berühmtheit brachte. Dort wurde ein Atheismus, evolutionistische Gedanken und eine Ethik vertreten, die für eine Humanität, Empathie und Eros eintritt, gerade weil es keinen Gott gibt, der der Welt Regeln vorgeben kann, und der Mensch so selbst Hand anlegen muss, um es sich „schön“ zu machen, indem er Leid vermeidet und sich nicht vor seinem eigenen Leib ekelt, im Grunde Ideen, die heute noch aktuell sind, in ihrer Radikalität aber auch heute noch schockieren können


Der humanistische Salon ist eine gute Gelegenheit Aktive der verschiedenen säkularen Institutionen kennen zu lernen, seine Ansichten zu vertiefen und seine Argumente zu schärfen.
Ansonsten feiern wir uns selbst, quatschen, trinken und essen, geben einen
Überblick über die Aktivitäten der säkularen Szene und
genießen ein lockeres Zusammensein.

Interessierte, Neugierige sind jederzeit herzlich eingeladen, jeder Mensch
ist willkommen!

Wir treffen uns am 7.1.2014 ab 20h in der Galerie "the box" in der Duisburgerstr. 97, in
40479 Düsseldorf-Pempelfort.

 

Hier liest Philipp Blom aus der Einleitung