Salon - Ethik ohne Gott und Kirche

(06.01.2015)

Ethik ohne Gott und Kirche

Im Namen des Guten wurde schon unfassbar viel Gewalt ausgeübt. Im Namen des Guten wurden schon unzählige Menschenleben ausgelöscht. Das Gute muss daher für einen guten (!) Menschen höchst verdächtig sein.

Die Kirchen gehören zu den Institutionen, die den Namen des Guten am übelsten missbraucht haben. Sie haben es sich einfach gemacht: Sie haben einen Gott, ein Buch, und das war die Grundlage ihrer Moral. Wir Säkularen müssen schon selbst nachdenken. Dazu haben wir diesem Abend Gelegenheit.

Da meines Erachtens Gewalt eines der größten ethischen Probleme ist, werde ich anhand der Frage, wann die Anwendung von Gewalt gerechtfertigt ist, einige Unterscheidungen und Lösungsansätze der philosophischen Ethik erläutern. Es wird um den Unterschied zwischen ethischen Verboten und einer Tugendlehre gehen, aber auch zwischen Pflichtenethik und Utilitarismus gehen. Dies wird die Grundlage dafür sein, dass wir unsere ethischen Empfindungen philosophisch untersuchen.

Richard Knispel, 49 Jahre, ist Psychologischer Psychotherapeut und arbeitet in einer Gewaltberatungsstelle. Die Philosophie ist eines seiner Hobbies, das ihn seit seiner Jugend nicht mehr losgelassen hat.

Wir treffen uns ab 19h, Beginn der Veranstaltung ist 19.30h in der Galerie "the box" in der Duisburgerstr. 97, in Düsseldorf-Pempelfort

Das Video zum Vortrag: