Die Welt ist die einzige Heimat, die wir haben.

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Lesung mit Andreas Altmann

Heimat – was das magische Wort auch bedeuten mag – muss sein. Der Mensch braucht Lichtquellen, einen Kreis, dessen Teil er ist, Sprache, die ihn behütet, andere Sterbliche, deren Nähe ihn stärkt, eine Gesellschaft, deren Vereinbarungen er grundsätzlich bejaht, eine Wohnung, in die er sich vor dem Rest der Menschheit zurückziehen darf.

Auf wenige Autoren trifft das Etikett „Weltbürger“ so zu wie auf Andreas Altmann; er ist tatsächlich in der ganzen Welt zu Hause. Eine Stadt oder ein Land reicht ihm nicht aus. Überall auf dem Globus sucht er nach etwas, das er für sich als Heimat reklamieren kann. Wortgewaltig, wirkmächtig und mit präzisen Beobachtungen erzählt er vom Schönen und Schrecklichen, das uns auf Reisen widerfährt.

„Der Mensch muss raus, muss weg, er soll von der Welt wissen und lernen: die intelligenteste Voraussetzung, um ein kosmopolitischer Patriot zu werden.“

“Mein Hauptwohnsitz ist die deutsche Sprache, nebenbei wohne ich in Paris.”

Neu-Delhi, Brazzaville, Wien oder Hanoi: Andreas Altmann hat schon die unterschiedlichsten Orte als Heimat erlebt. Radikal ehrlich und voller Poesie nähert er sich einem Begriff, der ebenso aufgeladen wie schwer zu fassen ist. Er schildert, wo auf seinen Reisen ihm Heimatfreude, Herzenswärme und Fremdheit begegneten, welche Fragen zu Herkunft und Identität er sich stellt. Und wie wichtig für ihn Freundschaft, Sprache, ein Ort, den man liebt, sind. Er erzählt von unterschiedlichsten Heimaten, die er erlebte, aber auch von Heimat, die er verachtete und die er verließ. Von Tieren, die eine Heimat bieten, von Musik, die zur Heimat werden kann, von den intensivsten Momenten unterwegs und in seiner Wahlheimat Paris. Und von der Leere, der Einsamkeit und Stille der Wüste, in der er die größte Vertrautheit empfindet.

 

 

 

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Andreas Altmann  ist für seine Bücher und Reportagen mehrfach ausgezeichnet worden: Neben dem renommierten Egon-Erwin-Kisch-Preis erhielt er den Weltentdecker-Preis in Zürich; für sein Buch „34 Tage, 33 Nächte“, das bei Frederking & Thaler erschienen ist, erhielt er den Johann-Gottfried-Seume-Preis. Bevor er mit dem Schreiben begann, studierte er Jura und Philosophie und war als Schauspieler am Münchner Residenztheater und am Wiener Schauspielhaus engagiert. Neben Büchern veröffentlicht er Reisereportagen u. a. in GEO, Stern, Mare und der ZEIT. Altmann lebt in Paris.

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Haus der Kulturen e.V. Düsseldorf:

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Donnerstag, 06.05.2021
20:00 Uhr - im zakk
19:30 Einlass
ZAKK Halle
Fichtenstr. 40 | 40233 Düsseldorf
10,- € / ermäßigt 5,- € / Schüler und Studenten frei

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Andreas Altmann – Gebrauchsanweisung für Heimat
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