Wir sind DA! AL322_RGB-300x208 Das Sein verstimmt das Bewusstsein Buchempfehlung

Das Sein verstimmt das Bewusstsein
Franziska Becker
120 Seiten
1. Auflage
Erscheinungsjahr: 2020
Verlag: Alibri
ISBN: 978-3-86569-322-8
Preis: 15,00 €

Wer sich mit den Protagonistinnen der feministischen Bewegung in Deutschland beschäftigt, kommt an Franziska Becker nicht vorbei. Seit Jahrzehnten setzt sie den Kampf der Frauen um Emanzipation und Gleichberechtigung in Szene, überzieht Patriarchat und Sexismus in ihrer ganzen muffigen Bandbreite mit Häme und Spott und stellt bloß, in welch absurden Verhältnissen sich viele von uns gemütlich eingerichtet haben. Bekannt wurde sie vor allem als Hauskarikaturistin der EMMA, in der sie gegen männlichen Größenwahn genauso anzeichnete, wie gegen sexuellen Missbrauch im Tarnmantel der Liberalität, religiöse Geschlechter-Apartheid und autoritären Fundamentalismus, esoterische Überspanntheiten und den kapitalistischen Selbstoptimierungsfetisch.
Unter der großen Klammer „Emanzipation“ versammelt der Bildband alte und neue Zeichnungen, und fragt, wie viel wir in Sachen Gleichberechtigung und Solidarität wirklich erreicht haben oder ob wir uns nicht gerade auch unter den Folgen von Identitätspolitik zurück entwickeln.

Mit einem Text zur Freiheit der Kunst des französischen Karikaturisten Riss, der als einer von wenigen 2015 den Anschlag islamistischer Fundamentalisten auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo überlebte.

Franziska Becker wurde 1949 in Mannheim geboren. Nach einem Umweg über ein abgebrochenes Ägyptologie-Studium und eine medizinisch-technische Ausbildung studierte sie an der Karlsruher Kunstakademie bei Markus Lüpertz. Seit dem arbeitet sie als freischaffende Karikaturistin: 40 Jahre als Hauscartoonistin für EMMA sowie u. a. für Zeitschriften wie Stern, Titanic, Zürcher Tages-Anzeiger, Psychologie Heute. Insgesamt veröffentlichte sie 20 Bücher, darunter etliche Bestseller.
Für ihre Arbeiten ist sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, so auch dem renommierten Max und Moritz-Preis als „bester deutscher Comic-Künstler“, dem Göttinger Elch und dem Wilhelm-Busch-Preis. Sie bestritt zahlreiche Einzelausstellungen im In-und Ausland, 2010 widmete ihr das Frankfurter caricatura museum, 2014 das Kurpfälzische Museum Heidelberg eine große Retrospektive. 2019 ehrte sie der Journalistinnenbund mit der Hedwig-Dohm-Urkunde für ihr Lebenswerk. 2021 wird sie den Ludwig-Emil-Grimm-Preis der Stadt Hanau erhalten.

 

 

 

Das Sein verstimmt das Bewusstsein