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Ideologiekritik & Film 5: Das Leben des Brian

Film von Terry Jones und Monty Python
03/04/2026
14 Uhr
Metropol Kino
Brunnenstr. 20 | 40223 Düsseldorf
Eintritt frei / Jetzt Plätze reservieren
Thema: Religionskritik

Ich lass dich beten, lass du mich lachen
Karfreitag ist ein „stiller Feiertag“. Laut Gesetz dürfen zum Schutz religiöser Gefühle und des sittlichen Empfindens keine öffentlichen Veranstaltungen stattfinden, die der Unterhaltung dienen: Kein Theater, keine Musik, keine Ausstellung, kein Vortrag, kein Tanz, kein Fest, kein Sport, kein Kinofilm.
Für über 700 Filme gilt ein explizites öffentliches Vorführungsverbot. Neben „Heidi“, „Mary Poppins“, der „Feuerzangenbowle“ und „Ghostbusters“ findet sich auf dieser langen Liste selbstverständlich auch der Monty Python-Klassiker „Das Leben des Brian“.
Immer weniger Menschen sind bereit, die staatlich verordneten kirchlichen Sonderprivilegien hinzunehmen, denn inzwischen gibt es in Deutschland mehr Konfessionsfreie als Kirchenmitglieder.
In einer pluralen, säkularen, offenen Gesellschaft und einem weltanschaulich neutralen Staat sollte daher gelten: Ich lass dich beten, lass du mich lachen.
Als politisches Zeichen und zur Anerkennung der Tatsache, dass auch die Mehrheit der Düsseldorfer Stadtbevölkerung längst keiner christlichen Kirche mehr angehört (22 % Katholiken und 12 % Protestanten), zeigen wir deshalb am Karfreitag um 14 Uhr „Das Leben des Brian“ im Metropol Kino. Der Eintritt ist frei.
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Das Leben des Brian
Der Film „Das Leben des Brian“ ist eine Satire auf den Dogmatismus religiöser und politischer Gruppen. Nach seiner Veröffentlichung löste er heftige Proteste aus, insbesondere von christlichen, aber auch von jüdischen Organisationen. In mehreren Ländern, darunter die USA, Großbritannien und Norwegen, kam es zu Boykotten und Aufführungsverboten, was eine breite Debatte über Meinungsfreiheit und Blasphemie auslöste. Obwohl der Vorwurf der Gotteslästerung weitgehend entkräftet wurde, bleibt der Film für manche Christen umstritten und gilt als Beispiel für das Spannungsfeld zwischen Kunstfreiheit und Religionsfreiheit.
Im Zentrum der Handlung steht Brian, der in derselben Nacht wie Jesus im benachbarten Stall geboren wird und als Sohn einer Jüdin und eines römischen Soldaten aufwächst. Als junger Mann verliebt er sich in Judith und schließt sich aus Liebe der Widerstandsgruppe „Volksfront von Judäa“ an. Ein chaotischer Entführungsversuch im Palast von Pontius Pilatus scheitert, und Brian kann nur knapp der Gefangenschaft entkommen. Nach einer Reihe absurder Zwischenfälle halten ihn Menschen fälschlicherweise für einen Messias und folgen ihm fanatisch. Trotz seiner Versuche, sich von dieser Rolle zu distanzieren, wird Brian erneut von den Römern gefasst und zum Tod am Kreuz verurteilt. Am Ende singt er gemeinsam mit anderen Gekreuzigten das Lied „Always Look on the Bright Side of Life“.

Mit kurzer Einführung vor dem Film.
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Mit unserer Filmreihe eröffnen wir eine Perspektive auf ethische Fragen sowie auf Religions-, Esoterik- und Ideologiekritik.

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