Elftes_Gebot_Foto_David_Farago_025#NichtMeinKirchentag – Bürger:innen sollen 5,8 Millionen Euro für Kirchentag in Düsseldorf zahlen

Wir protestieren mit Kunstaktion und Pressekonferenz vor dem Rathaus: Sei dabei und unterstütze uns!

Am Donnerstag, 23.6.2022 will der Rat der Stadt Düsseldorf im Eilverfahren und ohne öffentliche Debatte 5,8 Millionen Euro für einen 5-tägigen Evangelischen Kirchentag im Jahr 2027 durchwinken – Kosten, die die überwiegend konfessionsfreien Bürger:innen der Stadt für ein Missionsfestival ausgeben sollen und die der hoch verschuldeten Stadt an vielen Stellen dringend fehlen. Wir fragen: Warum zahlt die millionenschwere evangelische Kirche ihren Kirchentag nicht selbst?

15 Prozent der Düsseldorfer:innen sind 2022 noch Mitglied der evangelischen Kirche. Bis zum Jahr 2027 wird diese Zahl voraussichtlich gegen 10 Prozent sinken. Die Kirchen verlieren nicht unbegründet aktuell massiv an Mitgliedern und trotzdem soll die konfessionsfreie Mehrheit der Bevölkerung die Kosten dieses fünftägigen Bibel-Missionsfestivals tragen? Wir halten dies für eine gigantische Fehlinvestition, die die Interessen der pluralen und multikulturellen Stadtgesellschaft torpediert. Denn diese umfänglichen Mittel, die an die nachweislich nicht förderbedürftigen Kirchen gehen und innerhalb von nur 5 Tagen verbrannt werden sollen, fehlen am Ende den bedürftigsten Bürger:innen. Das empfinden wir als zutiefst unsozial.

Unsere Kritik bezieht sich ausdrücklich nicht auf die Durchführung des Kirchentages, sondern dessen Finanzierung durch die konfessionsfreie Mehrheit der Stadt. Wir fordern, dass die liquiden Kirchen die Kosten ihrer Veranstaltungen vollumfänglich selbst finanzieren, anstatt die verschuldeten Kommunen damit zu belasten. Das Ausmaß der vorgesehenen Förderung steht erst recht im Jahr 2027 in keiner Verhältnismäßigkeit mehr und überspannt die Toleranz der religionsfreien Bevölkerungsmehrheit, die sich in den Veranstaltungen der Kirchen nicht wiederfindet.

Beschlussvorlage des Rates

Sei dabei und unterstütze uns!
Rathausplatz, Montag 20.6. bis Donnerstag 23.6, jeweils von 10 bis 20 Uhr.


Kunstaktion: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!Von Montag 20.6. bis Donnerstag 23.6, jeweils von 10 bis 20 Uhr protestieren wir gemeinsam mit dem Aktionsbündnis „Das 11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!“ auf dem Rathausplatz. 
Ein imposanter, überlebensgroßer Moses und sein in Stein gemeißeltes 11. Gebot werden vor der Ratsentscheidung 4 Tage lang vor dem Düsseldorfer Rathaus die Bürgerinnen und Bürger auf die anstehende Entscheidung hinweisen.

Pressekonferenz des DA!
Am Dienstag, 21.6. um 11 Uhr laden der DA! und das Aktionsbündnis 11. Gebot zur Pressekonferenz neben der Mosesfigur auf den Rathausplatz, um ihre Kritik an dieser Finanzierungspraxis im Detail und in Zahlen und Fakten zu formulieren. Alle Bürger:innen sind herzlich eingeladen, teilzunehmen!

Kommt vorbei und unterstützt uns und die Aktivist:innen vom 11. Gebot vom 20.6 – 23.6, jeweils von 10 bis 20 Uhr mit eurer Anwesenheit, Fotos, guten Gesprächen und Solidarität. 
Bringt eure Freunde, Familie, Nachbarn und Bekannten mit und erzählt es weiter! Wir freuen uns auf euch.

#NichtMeinKirchentag

Artikel aus der WZ vom 14.6.2022:

14_Jun.WZR_WZ-HH

18.6.22. NRZ

NRZ-Kirchentag-18-6-22_


Dienstag, 21.06.2022
11:00 Kunstaktion: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen! 
 20.6. - 23.6, jeweils von 10 bis 20 Uhr
Rathaus Düsseldorf
Marktplatz 2 | 40213 Düsseldorf
Kein Eintritt
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#NichtMeinKirchentag – Pressekonferenz und Kunstaktion vor dem Düsseldorfer Rathaus
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