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Tot ohne Gott – Eine neue Kultur des Abschieds

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Franz Josef Wetz
05/05/2020
Online
Kein Eintritt

Tot ohne Gott – Eine neue Kultur des Abschieds
Charlie Brown: „Eines Tages werden wir alle sterben.“ Snoopy: Ja, das stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht.“
So sehr dieser Gedanke ermutigt, sein einmaliges Leben sinnvoll zu nutzen – ein Unbehagen bleibt. Immer weniger Menschen gehören einer der beiden großen Kirchen an. Da drängt sich eines Tages zwangsläufig die Frage auf: Wie damit umgehen, dass geliebte Menschen für immer gehen? Wie damit fertigwerden, dass man selbst in absehbarer Zeit für immer verschwinden wird? Viele Menschen behaupten, nur Angst vorm Sterben, nicht aber vorm Tod zu haben. Doch niemand hakt sein Leben ohne weiteres ab. Wie ist Trost ohne Religion möglich? Die heutige Sterbe-, Bestattungs- und Trauerkultur befindet sich in einem dramatischen Umbruch. Auf der Suche nach zeitgemäßen Erleichterungen bei der Bewältigung des Todes lässt sich der Referent weder auf religiöse Illusionen noch auf rationale Beschwichtigungen ein.

Prof. Dr. Franz Josef Wetz, geboren 1958, studierte Philosophie, Germanistik und Theologie in Mainz, Frankfurt/M. und Gießen. Seit 1994 ist er Professor für Philosophie an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd. Seine Arbeitsschwerpunkte in Lehre und Forschung sind: Hermeneutik, Ethik, Rechts-, Kultur- und Naturphilosophie. Wetz ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung und Direktoriumsmitglied des Hans-Albert-Institut (HAI). Außerdem ethischer Berater des Anatomischen Instituts für Plastination („Körperwelten“).  Zu seinen Werken zählen u.a. die Bücher „Baustelle Körper. Bioethik der Selbstachtung“ (2009). „Lob der Untreue. Eine Unverschämtheit“ (2011), „Rebellion der Selbstachtung. Gegen Demütigung“, „Exzesse. Wer tanzt, tötet nicht“ (2016) , „Tot ohne Gott. Eine neue Kultur des Abschieds“ (2018) sowie „Keine Liebe ohne Lüge“ (2020).
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